Auf meinem Lebensweg habe auch ich Ängste, Depressionen, Süchte und Leid kennen gelernt - zum einen als Patient, zum anderen als prof. Mitarbeiter (Pflege- und Erziehungsdienst) bei Patienten in der offenen Akut-Psychiatrie. 

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Ich habe verschiedene Therapieformen, ihre Stärken und Schwächen kennen gelernt, dabei auch solche Konzepte, die bei mir und anderen das "krank-sein" eher fördern. Aus den Fehlern anderer und aus eigenen habe ich viel gelernt und bin bescheiden geworden.

Heute weiß ich, dass jede "Störung" eine über sich selbst hinausweisende, achtenswerte sinnvolle Aufgabe hat. Meist ist sie Ausdruck unbewusster Liebe, Loyalität oder Schuld und versucht mit ihren Mitteln und Grenzen Gutes - z.B. den Schutz der eigenen Würde.

Daher achte und begleite ich Klienten behutsam in Respekt vor dieser leidvollen Liebe, Loyalität und Schuld und gegenüber denjenigen, denen diese unbewusst gilt.

Ich tue dies häufig im einfachen Gespräch ohne großen methodischen Aufwand. Der Klient in der Lebensberatung ist mir wichtiger als der Glaube an die Wirksamkeit einer bestimmten Methode.

Letztlich sind wir beide angewiesen auf Gottes Halten und Führen...

...in das Licht der Erkenntnis!

Manfred Koschnick  im März 2002