Einige Stufen und Aspekte der
Indikation Psychotherapie

allgemeine Indikation

differenzielle Indikation

 

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Erst einmal:
Das Problem, die Störung, das Thema

...auch zu sehen im kulturellen, psychosubkulturellen, ggf. religiös-ideologischen Kontext ( z.B. von "Modekrankheiten" (derzeit: ADHS ), und ‚Modernen Ursachen: "Die lieblose Mutter" z.B. ist derzeit ‚out' ) der Gewohnheiten im Umgang mit psychischen Phänomenen der Familie und Gesellschaft. Ansonsten gelten die klassischen Kriterien der Befund- und Diagnoseerhebung.

 

a) Allgemeine Indikation

Nach der Abklärung / Diagnosenstellung :

Ist Hilfe contraindiziert zur Lösung des Problems?

Wenn nicht, welche Hilfe braucht der Mensch bzw. sein Umfeld und

§         zu welchem Ziel und

§          zu welchem Zeitpunkt und

§         in welchem Setting?

Ist Psychotherapie (PT) überhaupt die richtige Wahl ?

Einige beliebige Optionen:

Das Gericht / Rechtsanwälte,

wenn das Problem eher juristisch als psychotherapeutisch zu lösen ist.

 

Kindergarten,

wenn der Klient noch sehr klein ist

SPZ (Sozialpsychiatrische Zentren ),

wenn es um Tagesstrukturierung und Einbindung in ein soziales Netz geht. Das SPZ ist ein bedeutendes "Scharnier" zwischen ambulanter und stationärer psychiatrischer Therapie mit vielfältigen Angeboten: Beratung bei behördlichen, finanziellen und psychischen Problemen, Organisation spezieller Hilfen wie Hausbesuche, Betreutes Wohnen, Freizeitgestaltung im Rahmen von Sport- und Kreativangeboten (Ergotherapie), Gesprächsgruppen, offenes Café und Vermittlung weiterführender Hilfsangebote.

Leider fehlt (m.E.) ein entsprechendes Angebot für Menschen mit psychosomatischen Störungen (Süchten) und Neurosen.
 Dies liegt vermutlich an dem Träger, dem Landschaftsverband. Mit seinen Psychiatrischen Landeskrankenhäusern und Heilpädagogischen Heimen für Geistig Behinderte deckt er vorwiegend die Bedürfnisse (Lobbyarbeit) der Menschen mit schweren psychiatrischen Grunderkrankungen ab.

Spezielle thematisch -zielgruppenorientierte Einrichtungen

wie z.B. ein Frauenhaus, etc.

 

Seelsorge

in kirchlichem Kontext oder in esoterischen Gemeinschaften,

wenn das Problem vorrangig spiritueller Natur ist oder die Mitwirkungsbereitschaft des Klienten das spezielle Setting braucht.

 

Selbsthilfegruppe

z.B., wenn es therapeutisch um die Solidarisierungsvorteile und positiven Wirkung einer Peergroup geht

oder um spezielle Informationen aus den Lebenserfahrungen anderer Betroffener geht.

 

Suchtberatung in der eigenen Firma

wenn der Erhalt des bisherigen Arbeitsplatzes an erster Stelle steht.

 

Sozialpädagogische Sozialarbeit (z.B. ambulant oder teilstationär)

Sozialpsychiatrische Grundversorgung, Wiedereingliederungshilfen, Betreuung durch amtsgerichtlichen Beschluß, u.s.w.

...oder wenn es sich um pädagogische Probleme bei Kindern und Jugendlichen handelt

oder aus rechtlichen Gründen Maßnahmen der Familiepflege erforderlich sind

..(und tausend Gründe mehr!)

Um welche Art der Hilfe geht es bei den Erfordernissen zur Lösung des Problems?

1.) Persönlichkeitsentfaltung und Gesundheitsförderung ?

wenn keine gravierende Störung mit Behandlungsdruck besteht, - es um Wachstum, Lernen, Selbsterfahrung und Wohlbefinden geht (z.B. Seminare in Tantra, Wohlfühl-Massage, Meditation, Rhetorik, etc...)

2.) Prävention?

Vorbeugen, verhindern von Störungen (Trainingskurse in Yoga usw. bei Präventologen, Infos: smeier@praeventologe.de)

3.) Rehabilitation?

Wiedergenesung und Maßnahmen zur Prävention von Folgeerkrankungen und Rückfällen.

Wiedereingliederung in Familie und Arbeitsmarkt

4.) Beratung?

bei konkreter Krise oder Belastungssituation; praktische Lebens-problem-bewältigung ohne Tiefung.( Kompetenzen u. Ressourcen stärken), Rückkehr in die Alltagsnormalität

(Beispiele: ZARTBITTER oder Mieterschutzbund, Pro Familia oder Arbeitsamt)

5.) Krisenintervention

bei plötzlichen überwältigenden Ereignissen, Gefahr der Pathologisierung (Suizidalität, Drogen , Medikamente, massive Ängste)

6.) Medizinische Behandlung

bei organischer Störung oder psychiatrischer Qualität des Problems fachärztliche Voruntersuchung zum diagnostischen möglichen Ausschluss einer anderen nicht-PT-relevanten Störung

7.) Psychotherapie (PT) (...also nicht immer die erste Wahl !)

Ist der Klient "PT-behandlungsbedürftig?

Wer entscheidet darüber, wie, warum, in wessen Interesse und zu welchem Zweck?

(Z.B. werden bipolare Störungen manchmal nicht als PT-behandlungsbedürftig beschrieben, weil die Störung dem PT‑Instrumentarium schwer zugänglich ist)

Angenommen per Befund und Verdachtsdiagnose wurde eine PT-relevante Störung eindeutig festgestellt und andere oben z.T. beschriebene Möglichkeiten ausreichend in Betracht gezogen und ausgeschlossen, fragen sich Therapeut und Klient:

Sind alle Kontraindikationen ausgeschlossen?

u.a. in Bezug auf den Therapeuten, das Problem, das therapeutische Ziel, moralischen Prinzipien der Klienten und des Therapeuten (Beispiel Abtreibung), organische und andere Befunde?

Ist der Klient zu jung oder zu alt?

 (Sicher mag sich ein 70-Jähriger nicht von einem 24-Jährigen beraten oder therapieren lassen) Hat er zu viele oder zu wenig intellektuelle Fähigkeiten? Ist er zu wenig kommunikationsfähig (z.B. sturzbetrunken) oder zu stark (Verdrängung eigentlicher Leere und Einsamkeit)? Ist er zu wenig oder zu stark motiviert ,zu reich oder zu arm? (Das Risiko überhöhter Anpassung und Complience wird oft übersehen. Tatsächlich haben die besonders gutwilligen Patienten statistisch gesehen die schlechtere Prognose. Vergl. auch entspr. Untersuchungen bei Dialyse-und TumorpatientInnen!..Daß die PT bei Reichen fast unmöglich sei, hört man in Fachkreisen, denn der Therapeut wird dann wie ein Butler angestellt und der Reichtum kompensiert die Defizite ) Ist der Klient belastbar ? Sind psychiatrische Erkrankungen erkannt bzw. ausgeschlossen? Ist die Ich-Struktur des Klienten stabil? Neigt er zu maligner Regression oder starker Abhängigkeit vom Therapeuten? Ist er suizidal? Ist evtl. kein Behandlungs-Erfolg in Aussicht wegen höherwertigeren Prinzipien (als der Gesundheit), denen gegenüber sich das/der Kranke bewußt oder unbewußt in den Dienst genommen fühlt?...U.S.W...

Ist die Therapie durchführbar

bezüglich:

Finanzen, Zeit, Organisierbarkeit, Entfernung, Verläßlichkeit, kassenärztlicher Bestimmungen (Passen die Probleme des Klienten in den ICD!0 und sind sie "krankenkassentauglich"?), sonstiger Gründe (z.B. Klient ist inhaftiert)

Ist der Klient motiviert?

§         bereit und interessiert an den Inhalten und Methoden der Therapie, bereit dafür viel Energie aufzubringen?

§         bereit Risiken und Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen
( Bei Bert Hellingers FA in Leibzig gehörte einmal trotz bester methodischer Arbeit im Sinne der Familienaufstellung der Suizid zum Risiko der Therapie...)

§         Hat der Klient einen Leidensdruck und will Veränderung,

§         oder hat er einen Krankheitsgewinn (z.B. Verwöhnung und Schonung)?

§         Ist er wirklich bereit zu kooperieren?...oder tut er nur so?

Ist der Therapeut motiviert und wirklich bereit?

§         Hat er genug Sachkompetenz oder folgt er unreflektiert modernen Tendenzen?

§         Ist er belastbar und beziehungsfähig?

§         Hat er nicht zuviel / zuwenig Interesse an Fall und/oder KlientIn?

§         Ist er gewillt zu kooperieren - auch wenn's schwer wird?

§         Ist er abstinent von Bedürftigkeit, d.h. braucht er die Klienten (Helfersyndrom)? siehe dazu das Buch " Mein Weg zur Heilung" , den Bericht einer von PT genesenden Psychotherapeutin - von Ann W. Shaef. Das Thema Therapeut taucht später noch mal auf!

Ist die Gesellschaft bereit und motiviert, eine "HEILUNG" zuzulassen?XXXXXXXXXXXXX

§         z. B. bei Sexualstraftätern... (das hat rechtliche Konsequenzen !)

§         Ist Therapie mit der persönlichen Ehre der Klienten vereinbar? Zur Zeit arbeite ich mit einem Klienten, der weder krankheits- noch schuldeinsichtig ist, jedoch therapiebedürftig . Ist eine PT durchführbar, wenn der angebliche Straftäter seine Unschuld beteuert, aber nur die Therapie, deren Voraussetzung ein Schuldgeständnis ist, ihm eine "Strafe auf Bewährung" oder andere Vergünstigungen einbringen könnte?)

 Andere Beispiele:

§          Homosexualität ist in Deutschland“ nicht heilbar“ , weil Homosexualität in Deutschland keine Krankheit “ist“... Andernorts ist Homosexualität eine Krankheit, ohne dass die Heilbarkeit der " Erkrankung" zur Definition dieser "Krankheit" zählt, daher ist der "Kranke" nicht heilbar. In Deutschland würde man in solchem Fall wohl vermutlich von einer psychosozialen "Behinderung" sprechen, gäbe es da nicht zurecht politischen Widerstand (da Homosexualität in Deutschland per Definition weder Krankheit noch Behinderung ist) Der Widerstand käme sicher auch von den traditionellen Behindertenverbänden.

§         Der zu niedrige Blutdruck dagegen ist wohl in Deutschland als Krankheitssymptom anerkannt (der Arzt verordnet verschreibungspflichtige Medikamente und rechnet Diagnose und Behandlungsgespräch ab), jedoch in England (GB) nicht - weswegen die Engländer ironisch von der "Deutschen Krankheit" sprechen.

§         Die Anonymen Alkoholiker verweigern sich einer Heilung, weil es Heilung vom Alkoholismus bei ihnen aus Prinzip nicht gibt, - nur den Stillstand einer progressiven Erkrankung. PT, die hier auf Heilung hin ausgerichtet ist, wäre hier contraindiziert.

§         Sehr viele Türkinnen, die ich in der Psychiatrie betreute, waren aus psychiatrischer Sicht krank geworden, an dem eigenen brüchigen Selbstverständnis als Frau im Islam und an den ebenfalls kranken, in den inneren Konflikt verstrickten Familienangehörigen. Das heißt: Hält das, den Klienten tragende System eine psychotherapeutische Heilung überhaupt aus, oder wird es dann selber immer kränker.

An den kulturellen Grenzen werden auch die ideologischen und machtpolitischen Kriterien deutlich, die eine Indikation zur Psychotherapie bestimmen. Das gleiche wiederholt sich später bei der Wahl der psychotherapeutischen Technik und Schule!

(Wer entscheidet/indiziert, was Krankheit od. Heilung ist und über den Weg dorthin.?!...)

Kann sich der Klient ggf. gegenüber "Therapeutischen Kunstfehlern" des Therapeuten - (niemand ist völlig frei davon) - genügend und angemessen zur Wehr setzen?

Gibt es bei abhängigen, hilflosen Personen oder in autoritär geführten Kliniken eine " Schützende Aufsicht", welche die Würde und die Interessen der Klienten sachkundig vertritt?

 



b)  Differenzielle Indikation

Welche der bisher genannten Therapeuteneigenschaften, Behandlungsziele, Methoden und Kontraindikationen definieren nun rückbezüglich die wahrgenommene Problemstellung, Diagnose und Selbsteinschätzung des Klienten/der Klientin?

und: warum? Welche Auswirkungen hat das? (Pathologisierung des Problems) Danach fällt die Entscheidung:

Welche Form ist für Klient und Therapeuten nun die effektivste? Welches Setting? ...und welcher Therapeut wäre eigentlich am effektivsten/geeignetsten? Die Beschäftigung mit diesen Fragen der Indikation bestimmter Methoden, Settings und TherapetInnen verändert noch einmal die Perspektive, in der das Problem, das Thema, die Störung gesehen wird und hat meist noch einmal Einfluß auf die Diagnose.

 Es stehen wieder mehrere Optionen offen:

 

Stationäre Therapie

 

Teilstationäre Therapie

 

Ambulante Therapie

Rundumversorgung

oder

Tagesklinik, SPZ trainiert

oder

setzt beim Klienten viel voraus

Ist sie wirklich nötig
?

 

Ist sie möglich?

 

Ist sie sinnvoll?

Diese 3 Alternativen sind durchführbar als

Kurzzeittherapie
zur Bewältigung

oder

Langzeittherapie
Klärung, Betreuung

 

Diese 5 variablen Settings sind frei kombinierbar mit den Settings weiterer 4 Settings bezüglich der sozialen Zusammensetzung:

a.     Einzeltherapie

Ist starker Schutz, Sicherheit, intensive, stabile Beziehung, u.U. Regression erwünscht?

Braucht der Klient viel Zuwendung und stringente Kontinuität der Themen und Inhalte?

b.     Gruppentherapie

Die Behandlung interpersonaler Problematik und sozialer Defizite können im Vordergrund stehen. Kaum ein Setting ist jeoch so vielseitig nutzbar und für so viele prozessuale und didaktisch intendierte Verfahrensmöglichkeiten offen, wie die Gruppentherapie. Hier kommen ggf. auch sehr unterschiedliche Medien zum Einsatz und die unterschiedlichsten Führungsstile der Therapeuten. Klassisch ist die Arbeit mit diversen Projektionen (z.B Thema Familie), das Feedback und die Gruppe als Übungsfeld für Experimente und neue Erfahrungen.

c.     Paartherapie

Partnerschaftsproblematik in der Zweierbeziehung. Meines Erachtens haben sich hier bisher zu viele Therapeuten und Ärzte zu viel zugetraut. Gerade die Zweierbeziehung ist sehr anfällig für Störungen, Verletzungen und Therapieschäden aller Art. Obwohl auch diesem sozialen Setting grundsätzlich alle Behandlungsmöglichkeiten offenstehen, vermute ich, daß die meisten eher von den Therapeuten der NEUEN HEIDELBERGER SCHULE profitieren, weil der Fokus hier nicht auf dem Paar selbst liegt.

d.     Familientherapie

Hier sind, wie bei der Gruppentherapie, viele Methoden anwendbar.Die Methodik systemischerFamilientherapie ist auch geeignet für Wohngemeinschaften und Organisationen (wenngleich in Organisationen psychodynamisch etwas andere Regeln gelten) - z.B. bei Problemen auf dem Arbeitsplatz.

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Aus den benannten Variablen lassen sich also viele verschiedene Settings erstellen. Diese Alternativen sind zu vervielfachen durch die Wahl der Therapeuten mit unterschiedlichen Eigenschaften: In allen PT-Richtungen ist das "Therapeut-Klient-Verhältnis" von zentraler Bedeutung- auch für die Entscheidung, ob und wie PT gemacht wird (Indikation)! Häufig dient die Entscheidung und die Diagnose der Kompensation von Konflikten im Therapeuten /der Klinik und der ( in sich immer befragungswürdigen ) therapeutischen Schule und dem therapeutischen Auftrag. Dieser Konflikt wird von manchen Klienten unbewußt gespürt und übernommen. Drum prüfe, wer sich therapeutisch bindet, ob sich noch was besseres findet!

(2 Beispiele: Schizoide Therapeuten werden eher nicht körperorientiert-bioenergetisch arbeiten, sondern z.B. in kognitiver Verhaltenstherapie oder Strukturaufstellung nach Varga von Kibet. Depressive Therapeuten fühlen sich vermutlich in der Gesprächstherapie nach C. Rogers wohl.)

Zunächst aber ist für die Klienten (Gott sei's geklagt)...ausgerechnet das Geschlecht des Therapeuten oft von großer Bedeutung. Daher habe ich hier scharf getrennt:

Therapeut

versus

Therapeutin

Alter des Therapeuten

spezielle Lebenserfahrung (z.B. Vater von 3 Kindern)

Persönlichkeitsstruktur ( z. B.narzistisch)

Ausbildungsstand

Selbstkritik / Supervision (wie häufig u. bei wem?)

Berufserfahrung (kann u.U. auch blind machen u. abstumpfen)

Vorteile z.B. gegenüber bestimmten Krankheitsbildern oder sex. Vorlieben des Klienten od. der Angehörigen

 

Alter der Therapeutin

spezielle Lebenserfahrung

Persönlichkeitsstruktur (z.B.depressiv)

Ausbildungsstand

Ausbildungsstand,Supervision

2-jährigeBerufserfahrung

Vorteile z.B. gegenüber bestimmten Krankheitsbildern oder sex. Vorlieben des
Klienten od. der Angehörigen

und so weiter, und so fort!

Beispielhaft führe ich idealtypisch hier 5 der vielen therapeutischen Richtungen mit ihren Funktionen an.

(L In Wirklichkeit arbeiten viele Therapeuten gleichzeitig in mehreren therapeutischen Richtungen gemäß Schulen, die z.T. selber sich mehrerer psychologischer Richtungen bedient haben. (In OSHO-Zentren z.B wird humanistische PT mit transpersonaler PT verknüpft.)

Therapeutische Richtung

Bekannteste Vertreter der Richtung

Psychodynamische Richtung

In fast jeder guten Klinik vertreten

Klären, aufdecken der Hintergründe

Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Bioenergetik

Kognitiv und behaviorale Richtung

Klinik Roseneck am Chiemsee

Bewältigen der Störung

Verhaltenstherapie, "The WORK" von Byron Katie

Humanistische Richtung

12-Schritte - Kliniken, z.b. die ADULAKLINIK

Erleben des Menschseins

Gestalttherapie, Gesprächstherapie

Systemische Richtung

Sozio-psychosomatische Fachklinik RASTEDE

Zusammenhänge erschließen

Familienaufstellung oder siehe "Lämmle live" im SWF

Transpersonale Richtung

Klinik Heiligenfeld bei Kassel

Bewußtsein erweitern

Meditation , Ekstase (prominent ist Ken Wilber)

 

Die Wahl der therapeutischen Richtung hat oft mehr mit dem soziokulturellen Hintergrund des Klienten, mit seinen finanziellen u. intellektuellen Möglichkeiten und dem konkreten Angebot der Therapeutischen Einrichtung (z.B. der Psychiatrie) und den vermuteten Ursachen der Krankheit zu tun, als mit dem therapeutischen Ziel oder gar der Lösung des Problems.

Die Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen der verschiedenen psychotherapeutischen Richtungen, Schulen und Methoden sind so tiefgreifend und umfassend, daß sie hier leider nicht im Einzelnen aufgeführt werden können. Über einige Methoden gibt es noch keine empirischen Untersuchungen bezüglich ihrer Effizienz und möglichen Folgeschäden bei den Klienten oder ihren Angehörigen. Bei einigen Verfahren - vor allem in der Suchttherapie – werden (m.E.) Schäden billigend in Kauf genommen, um das Therapieziel zu erreichen .Das Setting der Psychiatrie kann trotz bester Absichten zu Hospitalisierung und Suizid führen.

Jedoch kann man (wie bei allen Medikamenten, die auf den Markt kommen sollen) den Klienten nur raten, gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten vor her die Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen gegeneinander aufzurechnen, um dann (wenn überhaupt) das richtige "psychogene Medikament" auszuwählen. Besonders hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf das Fachbuch "Therapieschäden“ von Märtens und Petzold, Grünewaldverlag.

... und das Stellen einer passenden Diagnose und Indikation gleich manchmal dem Angeln. Sehen Sie selbst!

Angler-Spass

Download Video: angler.mpg 2,5 MByte

Februar 2003

Grundlagen dieses Textes wurden u.a. einem Entwurf von Jürgen Kendziorra entnommen