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  Ich widme diese Seite meinem 1989 verstorbenen Vater. Er war ein mutiger Querdenker in der "Bekennenden Kirche"
und ein Mann der Tat.

Ein Klick auf das Foto führt Sie zu einzelnen Texten von Mattias Claudius (1740-1815), in denen ich vieles von meinem Vater wiederfinde.

Ich heiße Manfred Karl Richard Koschnick.( Karl + Richard waren meine Großväter ). 

Ich kam am 21.11.1957 ...nachdem das Fruchtwasser schon 7 Stunden abgegangen war mit künstlich eingeleiteter Geburt unter Protest und viel Geschrei aus dem - durch ein Myom verengten - Uterus auf diese Welt, die mich nicht brauchte und verweigerte die Nahrung... 

So begann angeblich, wie man mir später zu erklären versuchte,  meine Kariere als leid-erfahrener, "hoffnungsloser" Neurotiker - Sternzeichen Skorpion, Aszendent Krebs in Altena im Sauerland. 

Heute weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man sich als Patient von den Geschichten und Interpretationen der Psychologen nicht faszinieren lassen sollte, denn es sind doch nur die Geschichten eines Anderen, der sie aus ihm eigenen Gründen erzählt.

Mein Vater war in Altena evang. Pfarrer, und so interessierte ich mich schon früh für Spiritualität und Religion. Mit 5 Jahren konnte ich die wichtigsten Kirchenlieder schon auswendig. Die Religiosität meines Vaters war pragmatisch und lebensnah - und was er predigte, das lebte er authentisch vor. Meine Mutter glaubte, dass Gott eine Göttin ist, und mein Vater fand dieses "Bildnis" nicht seltsamer als das patriarchalische Gottesbild. Ich machte eine Ausbildung zum ev. Diakon, lernte akademisch über Gott zu denken und mein schöner Kinderglaube zerbrach.
Nachdem ich mich im Irrgarten blutleerer Dogmatik verirrt hatte, holte mich ein sufistischer Mystiker dort heraus, setzte mich buchstäblich auf die grüne Wiese und zeigte mir die Welt mit den Augen bedingungsloser Liebe. Er hieß Dieter Jarzombek. Ich lernte bei ihm einige Jahre und fand dort die Verbindung von Psychologie und Glaubenserfahrung, nach der ich gesucht hatte. Zugleich öffnete mir diese Spiritualität den Zugang zur Esoterik und anderen Religionen und alternativen Heilmethoden. Ich suchte dort nach meiner Bestimmung. Immerhin war ich mittlerweile schon ein erfahrener Neurotiker, der als kleiner " Guru" zwar nicht sah, was ich anderen zeigte, dafür aber anderen zeigen wollte, was ich selbst nicht sah ! Besonders begeisterte mich das holotrope Atmen und die Möglichkeiten die Lebensenergie willentlich nach eigenem Gutdünken zu erhöhen oder (wenn ich furchtsam war) zu senken. 
Sehr gut eignete sich dafür Freund Alkohol, dem ich, nachdem er anfing, mich zu beherrschen, rigoros die Freundschaft kündigte. Ich lernte wie der Zauberlehrling, dass nicht alles was esoterisch machbar ist auch wahrhaft spirituell ist. In der Tat sollte ich aber trotzdem meinen Platz im Leben als "hilfreicher Lehrer" finden. 
Ich lernte Affirmationstechniken, schamanisches Reisen, tantrische Übungen mit Männern und Frauen, Focussing, alle Grade von Reiki, NLP, Mindclearing, Bodyreading, die konstruktivistische Theorie des Rebirthing nach Leonard Or, tiefenpsychologische Methoden aus der Bioenergetik, dem Hakomi und Souling von Martin Siems und den Sanyasins. 
All dieses Handwerkszeug und die dahinter wirkenden Menschenbilder und Ideologien erlaubten mir noch nicht phänomenologisch die Tiefe, den Ernst und das Schicksal  des Menschlichen vor Gott zu schauen und meinen angemessenen Platz vor Gott und den Menschen als spirituell hilfreicher Lehrer zu finden. 
Vom Sonnentanzhäuptling Larson T. Medicinehorse vom Stamm der Krähenindianer lernte ich noch das Leiten von indianischen Schwitzhütten. 
Hauptberuflich arbeitete ich als Erzieher im stationären Pflegedienst der Psychiatrie - zunächst bei Kindern und Jugendlichen, später bei Erwachsenen auf einer offenen Akutstation im LKH. So lernte ich die schulmedizinische Sicht menschlicher Probleme und Lösungen in all ihrer Begrenztheit kennen. 
Ich machte die Prüfung zum Heilpraktiker im Bereich der Psychotherapie. 
Der eigentliche Durchbruch aber geschah bei der Arbeit Bert Hellingers und seiner Schüler, besonders Dr. F. Ingwersen und Heidi Baitinger. Allmählich veränderte vieles seine Bedeutung und Wichtigkeit - wie in den therapeutischen Lehrgeschichten Bert Hellingers beschrieben. 

Ich werde bescheiden und demütig und glaube, dass eigentlich Gott und seine Schöpfung - die Erde - der Arzt ist, der uns heilt nach seiner Definition von Heilung, die wir in Glauben und Vertrauen erkennen dürfen als "Freiheit, das zu tun, was ohnehin geschieht" (Dieter Jarzombek). So finden wir den Frieden, der uns heilt, den Lehrer und den Schüler, den Therapeuten und den Patienten, wenn wir anerkennen was ist.

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